Die Behandlung des Lebensbaums
MAURIZIO PARINI
Die Praxis des Shiatsu ermöglicht es – dank des Wissens der fernöstlichen Medizin – die Vitalität zu unterstützen durch Behandlungen, die den freien Fluss des Ki in Längsrichtung nutzen: oben/unten oder Himmel–Erde in der taoistischen Sichtweise, zusammen mit der Fähigkeit des Körpers, sich in Querrichtung zu verbinden.
Daraus ergibt sich auch ein Bezug zwischen der Beziehung bzw. Achse Wasser–Feuer und der Querbeziehung zwischen Holz und Metall. Mit der Erde, der Milz, meinem Körper, in der zentralen Position.
Es wird eine Behandlung vorgestellt und praktiziert, die den auf- und absteigenden Richtungen sowohl der beiden außergewöhnlichen zentralen Gefäße als auch der Haupt- bzw. Regelmeridiane folgt, verbunden mit seitlichen Drucktechniken, die diese energetischen Strukturen durchqueren. So kann tatsächlich eine Sequenz am Rücken durchgeführt werden, die logischerweise eher den Yang-Kanälen folgt, und eine vordere, die stärker die Yin-Meridiane nutzt. Dies wird kombiniert mit der Behandlung von drei vorderen Linien (der Stützlinie, der Linie der tiefen Ernährung und der Linie der Öffnung der Atemzüge) sowie zwei hinteren Linien (der Kraftlinie und der Atemlinie).
So wie im Baum das Aufsteigen und Absteigen des Saftes ihn erhält und er sich durch Äste und Blätter dem Leben öffnet, die ihn nähren.
