Die Praxis des Shiatsu ermöglicht es – dank des Wissens der fernöstlichen Medizin – die Vitalität zu unterstützen durch Behandlungen, die den freien Fluss des Ki in Längsrichtung nutzen: oben/unten oder Himmel–Erde in der taoistischen Sichtweise, zusammen mit der Fähigkeit des Körpers, sich in Querrichtung zu verbinden.

Daraus ergibt sich auch ein Bezug zwischen der Beziehung bzw. Achse Wasser–Feuer und der Querbeziehung zwischen Holz und Metall. Mit der Erde, der Milz, meinem Körper, in der zentralen Position.

Es wird eine Behandlung vorgestellt und praktiziert, die den auf- und absteigenden Richtungen sowohl der beiden außergewöhnlichen zentralen Gefäße als auch der Haupt- bzw. Regelmeridiane folgt, verbunden mit seitlichen Drucktechniken, die diese energetischen Strukturen durchqueren. So kann tatsächlich eine Sequenz am Rücken durchgeführt werden, die logischerweise eher den Yang-Kanälen folgt, und eine vordere, die stärker die Yin-Meridiane nutzt. Dies wird kombiniert mit der Behandlung von drei vorderen Linien (der Stützlinie, der Linie der tiefen Ernährung und der Linie der Öffnung der Atemzüge) sowie zwei hinteren Linien (der Kraftlinie und der Atemlinie).

So wie im Baum das Aufsteigen und Absteigen des Saftes ihn erhält und er sich durch Äste und Blätter dem Leben öffnet, die ihn nähren.

MAURIZIO PARINI

Er begann sein Shiatsu-Studium 1981 bei Mario Vatrini. Als Rehabilitationstherapeut ist er Absolvent des Zentrums für Fort- und Weiterbildung in Manueller Therapie.

Er war Präsident der Italienischen Shiatsu-Föderation (FIS) und ist derzeit in der FISieo als Leiter des Evaluationsbereichs sowie Teil der Geschäftsleitung aktiv.

Seit 1993 hält er regelmäßig Vorträge auf nationalen und internationalen Kongressen, organisiert von den bedeutendsten Shiatsu-Verbänden Italiens.

Sein besonderes Interesse gilt der fernöstlichen Medizin – insbesondere der Moxibustion – sowie der Frage, wie sich Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin in der japanischen manuellen Praxis anwenden lassen.

Seit 1986 unterrichtet er an der Hakusha-Schule für Shiatsu und Moxibustion, wo er als pädagogischer Leiter der Standorte Mailand, Varese und Como tätig war.

Zusammen mit Dr. Corradin und Dr. Di Stanislao ist er Mitautor des Werks „Medicina Tradizionale Cinese per lo Shiatsu ed il Tuina“ und hat am Buch „Visceri e Meridiani Curiosi““ mitgewirkt.