Die Meridiane als Lebensfunktionen, wie wir sie kennen, sind Masunagas Perspektive.
Er entwickelte eine einzigartige Meridian-Theorie, in der er die Wirkung und den Ausdruck des Ki beschrieb. Dabei nutzte er die Amöbe als Modell, um die Lebensfunktionen und Grundbedürfnisse des Menschen darzustellen.

Dies war nicht nur theoretisches Wissen, sondern konkrete Lebensbewegungen, die wir während der Behandlung fühlen, berühren und bewegen – auch in uns selbst. Sie in die Meridianarbeit einbeziehen zu können, ist eine große Bereicherung und hilft, den Ausdruck des Ki bei Menschen zu verstehen.

Wir werden die verschiedenen Meridiane als Amöben erleben, um mit dem Körper zu erfahren, was Masunaga meinte und dabei Spaß haben.

Pia Staniek ist ausgebildete Physiotherapeutin und widmet sich seit 1979 dem Shiatsu. Als Mitbegründerin und Dozentin des ESI (Europäisches Shiatsu-Institut) spielte sie eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des Lehrplans des Instituts. Im Laufe der Jahre bereicherte sie ihre Sichtweise und Praxis durch Feldenkrais, Atemarbeit, Seiki und Butoh-Tanz. Sie lebt und arbeitet mit Shiatsu in München.
„Tiefe Berührung und Achtsamkeit sind die nährenden Bestandteile des Shiatsu“, betont sie. Und sie fügt hinzu: „Mich interessiert der befreiende Prozess, durch den sich das Leben in einer Person entfaltet, und wie Vertrauen in die eigene, innere, ursprüngliche Natur wiederentdeckt werden kann.““

Andreana Spinola begann 1973 als Rehabilitations-Therapeutin damit, Menschen dabei zu helfen, ihre Beweglichkeit und Lebenskompetenz zu verbessern. Ab 1992 begleitete sie Menschen in schwierigen Lebensphasen als Shiatsu-Praktikerin.

Sie arbeitete mit Kindern mit Behinderungen und später mit Shiatsu im Krankenhaus mit Patient:innen unterschiedlichster Art. Dabei sammelte sie wertvolle Erfahrungen in der Begleitung und im Zuhören – mit Frühgeborenen, älteren Menschen, Intensivpatient:innen, Kindern, chirurgischen Patient:innen und Menschen mit schweren Syndromen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn.

Ergänzend zu diesen Erfahrungen im Krankenhaus mit Menschen die krank waren, arbeitete sie mit mittlerweile über 900 Klient:innen, die ihre Shiatsu-Praxis wegen verschiedenster Unstimmigkeiten aufsuchten.

Shiatsu ist und bleibt ihre Leidenschaft und ihr hauptsächliches Interesse – und mit der Zeit wurde ihr „Wirken“ und „Intervenieren“ immer klarer und einfacher.

1999 gründete sie in Rom die Shiatsu-Schule Igea.
1992 veröffentlichte sie eine Pionierarbeit über 30 frühgeborene Babys, die im Krankenhaus mit Shiatsu behandelt wurden.
2017 erschien ihr Buch „Shiatsu, das Leben und die Meridiane – Eine energetisch-philosophische Ressource“ bei NOI Edizioni.