Dieser Titel, der das Thema des Kongresses paraphrasiert, ist kein Scherz, sondern eine offensichtliche Realität.Es stimmt, dass Shiatsu das Leben unterstützt, und ebenso wahr ist, dass das Leben das Shiatsu unterstützt – mit seiner Unvorhersehbarkeit, seinem Geheimnis, seiner Kraft, Kreativität, Gleichzeitigkeit, Entwicklung, Relativität, seinem Reichtum und seiner Intelligenz. Jedes dieser Worte ist im Shiatsu gegenwärtig und kennzeichnet es als ein wertvolles „Mittel“ für Pflege und Heilung.
Das Leben ist Beziehung, Bewegung, Komplexität, Intelligenz, Geheimnis, Kontakt, das Nebeneinander verschiedener Rhythmen und Qualitäten – und doch steht alles in engster Verbindung. Diese und viele weitere Elemente kann Shiatsu hervorbringen, um zu der außergewöhnlichen Technik/Weg zu werden, die es ist. All diese Eigenschaften des Lebens können im Shiatsu, das wir praktizieren, enthalten sein.
Wir werden sehen, wie wir in einer Behandlung von all dem getragen werden, wenn wir nur offen bleiben und zuhören.
Wir werden mit Verständnis, Beziehung und Intelligenz arbeiten und dabei zum Beispiel das grundlegende Prinzip von Yin/Yang ins Spiel bringen. Das Leben vermag es, mit der Yin/Yang-Triade dem Shiatsu eine unvergleichliche Kraft zu verleihen.
Auch der Kontakt ist ein fundamentales Lebensprinzip, das Shiatsu nährt und stärkt, sofern er ein Leitprinzip bei jeder einzelnen Berührung bleibt.
ANDREANA SPINOLA
Andreana Spinola begann 1973 als Rehabilitations-Therapeutin damit, Menschen dabei zu helfen, ihre Beweglichkeit und Lebenskompetenz zu verbessern. Ab 1992 begleitete sie Menschen in schwierigen Lebensphasen als Shiatsu-Praktikerin.
Sie arbeitete mit Kindern mit Behinderungen und später mit Shiatsu im Krankenhaus mit Patient:innen unterschiedlichster Art. Dabei sammelte sie wertvolle Erfahrungen in der Begleitung und im Zuhören – mit Frühgeborenen, älteren Menschen, Intensivpatient:innen, Kindern, chirurgischen Patient:innen und Menschen mit schweren Syndromen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn.
Ergänzend zu diesen Erfahrungen im Krankenhaus mit Menschen die krank waren, arbeitete sie mit mittlerweile über 900 Klient:innen, die ihre Shiatsu-Praxis wegen verschiedenster Unstimmigkeiten aufsuchten.
Shiatsu ist und bleibt ihre Leidenschaft und ihr hauptsächliches Interesse – und mit der Zeit wurde ihr „Wirken“ und „Intervenieren“ immer klarer und einfacher.
1999 gründete sie in Rom die Shiatsu-Schule Igea.
1992 veröffentlichte sie eine Pionierarbeit über 30 frühgeborene Babys, die im Krankenhaus mit Shiatsu behandelt wurden.
2017 erschien ihr Buch „Shiatsu, das Leben und die Meridiane – Eine energetisch-philosophische Ressource“ bei NOI Edizioni.
