„Wieder erlebte körper" Shiatsu ernährungs- und essstörungen: Dreißig Jahre Erfahrung in Gesundheitseinrichtungen

STEFANIA FERRI

Seit 1996 ist Shiatsu ein integrierter Bestandteil des Rehabilitationsprozesses der „Kinder-Neuropsychiatrie-Abteilung und Regionales Zentrum für Essstörungen (DNA) im Entwicklungsalter“ am Bellaria IRCCS Krankenhaus in Bologna, derzeit geleitet von Professorin Antonia Parmeggiani.
Die Tätigkeit hat sich entsprechend den Bedürfnissen der jungen Patientinnen und Patienten entwickelt und gefestigt. Aktuell wird sie als Gruppenarbeit für die Tagesklinik und Station angeboten und findet in einer wöchentlichen Sitzung von eineinhalb Stunden für jede Einrichtung statt.
Shiatsu, die während der Aktivität vorgeschlagenen Übungen und die von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gefertigten Zeichnungen sind Praktiken, die darauf abzielen, die Wahrnehmung und das Bewusstsein für Körper/Geist/Seele zu erweitern.

Ziele sind:

  • Beschwerden durch Essstörungen einzudämmen und zu reduzieren
  • durch den wechselseitigen Shiatsu-Austausch die passive und ichbezogene Haltung der Betroffenen zu verändern
  • über Berührung die Beziehungsfähigkeit zu entwickeln
  • beim Einzelnen einen tiefen und wohltuenden Entspannungszustand herbeizuführen
  • individuelle körperliche und psychische Ressourcen zu fördern
  • psychomotorische Prozesse sowie kognitive und intuitive Fähigkeiten zu verbessern
  • die Interozeption zu stimulieren
  • ein neues Körperbild zu fördern
  • individuelles körperliches und energetisches Wissen-Bewusstsein zu aktivieren und zu entwickeln
  • den leidenden Personen Respekt und Fürsorge für den eigenen Körper zu erleichtern
  • ein größeres Selbstbewusstsein und eine bessere Beziehung zur Außenwelt zu entwickeln

Das Ziel dieses Weges ist es, medizinische und psychologische Therapien mit Shiatsu-Techniken zu integrieren und synergetisch zu verbinden, mit dem primären Anliegen, die Person in ihrem Rehabilitations- und Transformationsprozess zu unterstützen und sie zur Hauptakteurin bzw. zum Hauptakteur ihres Lebensprojekts zu machen – nach einer ganzheitlichen Sichtweise.

Stefania Ferri
Shiatsu-Lehrerin und Praktikerin, verantwortlich für Aktivitäten in der Station und Tagesklinik der „Kinder-Neuropsychiatrie-Abteilung und Zentrum für Essstörungen im Entwicklungsalter“
stefania.shiatsu@gmail.com

Zertifizierte Shiatsu-Lehrerin und Praktikerin (FISieo), begann ihre Ausbildung in Shiatsu und östlichen Disziplinen Ende der 1970er Jahre in Paris. Sie setzte ihre Studien in Europa, Thailand, Japan, China, Korea und Hawaii fort und vertiefte ihr Wissen über traditionelle manuelle Praktiken, Traditionelle Chinesische Medizin und meditative Praktiken. Von 1986 bis 2011 unterrichtete und koordinierte sie die Aktivitäten der von ihr gegründeten und geleiteten „Lotus Shiatsu School“. 1990 war sie Mitbegründerin der FIS (Italienische Shiatsu-Föderation) und von 2004 bis 2006 Präsidentin der ASSI (Verband der Italienischen Shiatsu-Schulen). Seit den 1990er Jahren entwickelt sie Projekte zur Shiatsu-Praxis in öffentlichen und privaten institutionellen und gesundheitlichen Einrichtungen, u.a. in den Bereichen Drogenabhängigkeit, Psychiatrie, Essstörungen (DNA) und im Frauengefängnis Bologna. Seit 1996 ist sie verantwortlich für Shiatsu-Aktivitäten in der Station und Tagesklinik der „Kinder-Neuropsychiatrie-Abteilung und Zentrum für Essstörungen“ des Bellaria Krankenhauses in Bologna. Von 2015 bis 2018 arbeitete sie mit der „Residenza Gruber“ in Bologna in der Behandlung von Essstörungen zusammen. Neben der Förderung von Ausbildungsaktivitäten auf nationaler Ebene entwickelt sie individuelle Behandlungswege für das Entwicklungsalter, Erwachsene, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen.
Fr. 10:30 - 13:00
36 max