Zwischen Shiatsu, fernöstlicher Medizin und Yoga bestehen zahlreiche Gemeinsamkeiten – und insbesondere zwischen Masunagas Ansatz und dem Hatha Yoga lassen sich bedeutende Übereinstimmungen erkennen.
Das Keiraku Shiatsu – das Shiatsu der Meridiane – konzentriert sich auf die ganzheitliche Behandlung des gesamten Meridiansystems.
Die Existenz von Meridianen wird auch in der energetischen Physiologie des Yoga anerkannt, aus der viele Yoga-Praktiken schöpfen.
Sowohl das konzeptionelle Modell als auch die praktische Anwendung von Masunagas Shiatsu betonen stark das Dehnen von Muskelketten, um auf das Meridian-Netzwerk einzuwirken – eine Praxis, die sich ebenfalls im Yoga wiederfindet.
In diesem Beitrag vertiefen wir gezielt bestimmte Aspekte beider Disziplinen und untersuchen die zentralen Konvergenzpunkte zwischen Masunaga Senseis Zen-Bewegungsbildmodellen und den Modellen führender Hatha-Yoga-Schulen.
Ein weiterer Fokus liegt auf der Verbindung zwischen Meridianen, Muskulatur sowie oberflächlicher und tiefer Faszie. Dieses Bindegewebe – möglicherweise das größte „Organ“ des Körpers – ermöglicht es, ein Modell der „Faszien-Muskel-Organ-Meridian“-Beziehung zu definieren.
Wir werden bestimmte Asanas in ihrer Verbindung zu den Meridianen erforschen und die richtige Ausführung einsetzen, um gezielt die tiefe Faszie zu aktivieren und so die Verbindung zu inneren Organen und dem Viszeralsystem herzustellen.
Nach einem einleitenden Vortrag folgt eine praktische Shiatsu-Einheit zu den behandelten Themen sowie eine Einführung in Pranayama-Übungen, deren Ziel es ist, den freien Fluss des Ki zu harmonisieren – durch das Ausbalancieren der Nadis, wie sie im Yoga beschrieben werden.
So erleben wir die Asanas im Zusammenhang mit den Meridianen, in einer Ausführung, die gezielt auf das tiefe Fasziensystem wirkt und energetisch mit den Organen in Resonanz tritt.
Massimo Cantara Geboren in Poggibonsi (SI) am 15.04.1964 Abitur im sozial-pädagogischen Bereich A-Level in Musik am Lewisham College London 8. Grad mit Auszeichnung (142/150) in Schlagzeug und Perkussion an der London Guildhall School of Music and Drama Massimo ist Yogalehrer mit über 500 Ausbildungsstunden und besitzt ein 300-Stunden-Diplom in Yoga-Therapie der International Vasistha Yoga Research Foundation (Indien). Er unterrichtet seit 2010 Yoga in seinem eigenen Zentrum in Italien und ist Gründungsmitglied von „Three Treasures Yoga“, einer internationalen Ausbildungs-schule. Er ist seit 1992 professioneller Praktiker in Bio-Natur-Disziplinen und Shiatsu-Lehrer. 1999 gründete er das Holismos Zentrum für Gesundheitskünste, ein Zentrum zur Förderung und Praxis von Bio-Natur-Disziplinen, darunter Yoga, dessen Direktor er ist. Massimo ist seit über 30 Jahren Shiatsu-Praktiker und Lehrer und hat zudem Diplome in Kinesiologie und Cranio-Sacral-Therapie. 2016 gründete er zusammen mit Sara Della Torre das neue Holismos Yoga und Wellness Center in Varese. Er arbeitet mit verschiedenen Ausbildungs-kursen zusammen und bringt dabei sein spezielles Wissen in Anatomie und Physiologie ein. Massimo studierte 12 Jahre Shorinji Kempo (eine japanische buddhistische Kampfkunst) bei Sensei Tameo Mizuno in London, Italien und Japan (2. Dan). Seine erste Leidenschaft war jedoch schon in der Jugend die Musik. Er spielte in zahlreichen Bands in Italien und Großbritannien und gab Hunderte Konzerte in Europa und Lateinamerika. Heute gilt sein Hauptinteresse dem Studium von Klang, Schwingungen und deren Wirkung auf Gesundheit, Leben und Entwicklung. Er war Dozent in Kursen für sozialmedizinische Fachkräfte (Gemeinschaftsanimatoren), die von der EU finanziert wurden, und nahm maßgeblich am Projekt „Krankenhaus ohne Schmerz“ der ASL 7 in den Krankenhäusern von Poggibonsi und Nottola (Montepulciano) teil, wo er von 2003 bis 2007 über 360 Stunden Unterricht gab und Pflegekräfte im Umgang mit Schmerzbehandlung durch integrierte manuelle Techniken ausbildete. Für die Italienische Shiatsu Föderation hatte er Ämter als Regionalvertreter, Vorstandsmitglied und Mitglied der Prüfungskommission inne. 2024 eröffnete er zusammen mit drei Kollegen das „Mediterranean Retreats Center“, ein Rückzugszentrum auf der Insel Lesbos, Griechenland, wo er sechs Monate im Jahr lebt. 2021 veröffentlichte er seine erste Solo-CD mit dem Titel „Elemental World“ beim Label Holismos und sein Buch „Krankenhaus ohne Schmerz – Bio-Natur-Techniken im Krankenhauskontext“ bei Epigraphia Edizioni, das inzwischen auch auf Englisch bei Amazon erhältlich ist. Maurizio Parini Er begann sein Shiatsu-Studium 1981 bei Mario Vatrini. Als Rehabilitationstherapeut ist er Absolvent des Zentrums für Fort- und Weiterbildung in Manueller Therapie. Er war Präsident der Italienischen Shiatsu-Föderation (FIS) und ist derzeit in der FISieo als Leiter des Evaluationsbereichs sowie Teil der Geschäftsleitung aktiv. Seit 1993 hält er regelmäßig Vorträge auf nationalen und internationalen Kongressen, organisiert von den bedeutendsten Shiatsu-Verbänden Italiens. Sein besonderes Interesse gilt der fernöstlichen Medizin – insbesondere der Moxibustion – sowie der Frage, wie sich Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin in der japanischen manuellen Praxis anwenden lassen. Seit 1986 unterrichtet er an der Hakusha-Schule für Shiatsu und Moxibustion, wo er als pädagogischer Leiter der Standorte Mailand, Varese und Como tätig war. Zusammen mit Dr. Corradin und Dr. Di Stanislao ist er Mitautor des Werks „Medicina Tradizionale Cinese per lo Shiatsu ed il Tuina“ und hat am Buch „Visceri e Meridiani Curiosi"" mitgewirkt.