Beschreibung des Workshops
Dieses Seminar ist als erfahrungsorientiertes und reflektierendes Labor konzipiert, das sich auf das Hado Shiatsu konzentriert – ein Ansatz, der die traditionelle Shiatsu-Praxis mit Elementen der Quantenfeldphysik verbindet. Dadurch entsteht eine Sichtweise des Kontakts als Resonanzphänomen, anstelle einer symptomorientierten Intervention.
Im Mittelpunkt steht das japanische Prinzip „uketoru“ – die Fähigkeit des Praktizierenden, Energie und Information aufzunehmen und anzuerkennen, wie sie sich in der Verbindung mit dem Empfangenden manifestieren.
Aus dieser Perspektive ist uketoru nicht nur ein Akt der Wahrnehmung, sondern die Schwelle zu einem kohärenten Beziehungsfeld, in dem sich vitalen Reaktionen des Organismus entfalten, sich selbst organisieren und auf spontane Ausgleichsprozesse hin ausrichten können.
Der Workshop wechselt zwischen Phasen theoretischer Grundlagen (wissenschaftlich fundiert und zugleich zugänglich), Demonstrationen, Partnerarbeit und gemeinsamen Reflexionsräumen. Die Teilnehmenden werden eingeladen, folgende Aspekte zu vertiefen:
- Die Modulation von Druck und Kontaktzeit in Verbindung mit der energetischen Einschätzung.
- Der Einsatz von neutraler Präsenz und der Aktivierung der integrierten Sinne als Werkzeuge zur Resonanz mit dem gesamten System des Empfangenden.
- Das Konzept der Lebensunterstützung als aufsteigende, kohärente Systemantwort, jenseits einer bloßen Symptombehandlung.
- Das quantenphysikalische Paradigma des Hado Shiatsu in der praktischen Anwendung: Vibration (Hado) ist hier keine theoretische Abstraktion, sondern ein messbares Vitalitätsmerkmal – spürbar im Kontakt, Atem und in der Beziehung. Dieser Aspekt des Ki trägt in sich die Qualität von Selbstheilung und die Orientierung auf einen tiefen Selbstrespekt. So entsteht auf natürliche Weise eine Resonanz zwischen den Schwingungen unseres Herzens und der Schönheit des Universums.
Lernziele
- Einführung in die Grundlagen des Hado Shiatsu als Lebensunterstützung durch Resonanz
- Vermittlung praktischer Werkzeuge für tiefes Zuhören (uketoru)
- Förderung der Wahrnehmungssensibilität in der körperlichen Beziehung
- Verständnis des kontemplativen und klinischen Aspekts von Berührung als Beziehung
Erforderliches Material
Beamer und Leinwand für Präsentationen, Flipchart, Marker, Futons und Kissen
PATRIZIA STEFANINI
Patrizia Stefanini praktiziert seit Anfang der 1980er-Jahre Yoga, Shiatsu und Aikido, kurz nach ihrem „cum laude“-Abschluss in Physik mit Spezialisierung auf medizinische Physik. Ihre Shiatsu-Ausbildung absolvierte sie u. a. bei Wataru Ohashi sowie über zwei Jahrzehnte lang bei Pauline Sasaki.
Um die wissenschaftlichen Grundlagen des Shiatsu und der östlichen Medizin weiter zu vertiefen, arbeitete sie ab 2005 mit dem International Institute of Biophysics (IIB) in Neuss (Deutschland), unter der Leitung von Fritz A. Popp, sowie über ein Jahrzehnt mit dem Physiker Emilio Del Giudice zusammen.
Sie ist Autorin zahlreicher populärwissenschaftlicher und akademischer Artikel sowie Mitautorin von Fachbüchern zur energetischen Medizin.
Einzigartig an ihrem Ansatz ist die Betrachtung des Menschen als quantenphysikalisches Makrosystem: Meridiane werden als quantendynamische Prozesse verstanden, und die therapeutische Shiatsu-Beziehung als empathische Resonanz zwischen Feldern.
Aktuell unterrichtet sie an ihren Schulen in Florenz und Mailand und gibt regelmäßig Vorträge und Seminare in Italien, Europa und den USA.
